Nervig oder nützlich? QR-Codes im Marketing

Wir hatten das Thema schon Anfang des letzten Jahres in einem unserer Newsletter aufgegriffen, doch die unglaubliche Flut oder besser Inflation von QR-Codes , die uns danach überrollt hat, war dann doch etwas überraschend für uns.

Geradezu schockiert hat uns allerdings die Tatsache, wie wenig Sinn und Verstand hinter dem Einsatz der Codes häufig steckt. Frei nach dem Motto „wir brauchen einen QR-Code, weil das jetzt modern ist“ werden diese häufig an den unmöglichsten Stellen platziert und enthalten die merkwürdigsten Informationen.

Unsere persönlichen Top 3 der schlechtesten QR-Code-Kampagnen der vergangenen Monate:

Der perfekte Ort für ein Plakat mit QR-Code

Ob sich das aber noch scannen lässt?

Auch hier gilt: schwer dranzukommen

Doch bevor Sie die Hoffnung nun ganz aufgeben: Es gibt natürlich auch Positiv-Beispiele, in denen die QR-Codes wirklich einen Mehrwert bieten oder aber in besonders origineller Weise genutzt werden.

Unsere Top 3 der besten QR-Code-Kampagnen der vergangenen Monate:

Pizza Digitale, der Leckerbissen für Hamburger Werber

Tesco-Kampagne in südkoreanischen U-Bahn-Stationen

Sexier than Skin, die Kampagne von Victoria's Secret

Zu guter Letzt noch einmal eine kurze Zusammenfassung: wie sollte man einen QR-Code einbinden und wie nicht? Was macht Sinn und was ist Quatsch? Hier ist unsere Checkliste:

QR-Code-Checkliste: die wichtigsten Do’s & Dont’s

  • Sorgen Sie dafür, dass der QR-Code groß genug ist, um ihn vernünftig scannen zu können. Für eine Zeitschrift reichen ca. 3 x 3 cm, bei einem Straßenplakat darf’s ein bisserl mehr sein.
  • Sorgen Sie dafür, dass Plakate und Werbeanzeigen, die einen QR-Code enthalten, auch erreichbar sind. Schlechte Orte für die Platzierung eines Plakats oder einer Anzeige mit QR-Code sind u. a.: Auf der anderen Seite des U-Bahn-Gleises, auf der Rückseite eines fahrenden Busses oder auf einem Autobahnschild .
  • Platzieren Sie QR-Codes niemals auf Websites. Warum? Weil es für diesen Einsatzzweck seit vielen Jahren eine nützliche und inzwischen eingebürgerte Erfindung namens Link gibt.
  • Schreiben Sie dazu, wohin der QR-Code führt und erklären Sie bestimmten Zielgruppen ggf. auch, was ein QR-Code überhaupt ist und wie man diesen nutzt.
  • Vermeiden Sie es, den QR-Code einfach nur auf die Startseite Ihrer Website verweisen zu lassen. Möchten Sie Ihre Website im Allgemeinen bekannter machen, haben wir hier einen einfachen, aber genialen Tipp für Sie: Drucken Sie Ihre Webadresse ab: www.ihreseite.de
    Die ist wesentlich schneller abgetippt, als ein QR-Code eingescannt.
  • Legen Sie Landingpages für Ihren QR-Code an, die einen wirklichen Mehrwert bieten und eine klare Handlungsaufforderung beinhalten, z. B. „jetzt am Gewinnspiel teilnehmen“.
  • Besonders viel Spaß haben Ihre Besucher übrigens am Surfen auf dieser Landingpage, wenn diese auch für die Nutzung für Smartphones optimiert ist, d. h. abgespeckte Infos, geringe Ladezeiten, Smartphone-taugliches Layout usw.
  • Hinter einem QR-Code muss nicht immer eine Website stecken: Alternativ können Sie in QR-Codes z. B. auch eine komplette Visitenkarte integrieren oder ihn nutzen, um Bezahlvorgänge abzuwickeln.
  • Richtig spannend werden QR-Code-Kampagnen dann, wenn Sie die Besonderheiten des Mediums Smartphone nutzen und z. B. Ort und Zeitpunkt des Abrufs des QR-Codes, sowie die Situation, in der sich der Smartphone-Benutzer gerade befindet,  in Ihre Kampagne einbeziehen.
  • Je weniger Informationen ein QR-Code beinhaltet, desto größer sind die einzelnen Kästchen, desto besser lässt er sich scannen. Kürzen Sie sehr lange URLs deshalb mit einem URL-Shortener ab, bevor Sie den QR-Code generieren.
  • Werten Sie die Zugriffe auf Ihren QR-Code mit speziellen Statistik-Tools aus. Nur so erfahren Sie, ob dieser auch wirklich bei Ihrer Zielgruppe ankommt.
  • Testen Sie den QR-Code, bevor Sie in die Massenproduktion gehen, ausführlich! Ein Code, der einmal gedruckt ist, lässt sich nicht mehr verändern.
  • Dagegen können Sie zwar nicht viel machen, aber wissen sollten Sie es trotzdem: Hacker können den QR-Code auf Ihrem Plakat ganz einfach mit einem eigenen QR-Code-Aufkleber verdecken und die Besucher damit z. B. auf Spam- oder virenverseuchte Websites schleusen.

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